Das Chilehaus

Das Chilehaus steht im Hamburger Kontohausviertel und wurde in der Zeit von 1922 – 1924 errichtet. Der Architekt war Fritz Höger, der dem Backsteinbau das Aussehen eines Schiffs nachempfunden hat, welches mit dem Schiffbug Richtung Osten fährt bzw. zeigt. Der Bauherr Henry B. Sloman hatte sein Vermögen seiner Zeit in Chile erworben und entschied sich daher dem Haus den Namen Chilehaus zu geben. Wenn man alle diese Fakten in Zusammenhang setzt macht sowohl der Name als auch die Architektur und Lage Sinn. Ein Schiff, das von Hamburg gen Osten nach Chile fährt, um Handel zu betreiben. Henry B. Sloman ist 1869 mittellos nach Chile ausgewandert und kehrte 1898 als reicher Mann zurück nach Hamburg. Ob dieser Zusammenhang wirklich wahr ist, weiss ich leider nicht, aber die Geschichte gefällt mir und sie würde eben auch Sinn machen.

Auf einer Grundfläche von 5950 m² wurde ein 10-stöckiges Hochhaus mit einer Geschossfläche von ca. 36.000 m² gebaut. Das Chilehaus hat die Bombenangriffe der Alliierten im zweiten Weltkrieg wie durch ein Wunder überlebt und steht seit 27. September 1983 unter Denkmalschutz und ist seit 2015 auf der Liste des UNESCO Weltkulturerbe.